Hypothekarzins / Konditionen

Der Hypothekarzins orientiert sich bei Abschluss des Hypothekarkreditgeschäfts – unabhängig vom Hypothekarmodell – am

  • gesamten Zinsgefüge
  • Kapitalmarkt-Zins

und ist während des weiteren Verlaufs abhängig von

Hypothekenmodell

Variable Hypothek

  • Zinssatz wird den jeweiligen Verhältnissen am Kapitalmarkt angepasst
  • Zinsänderungsrisiko (Anstieg der Zinsen) bzw. Zinsänderungsvorteile (Reduktion der Zinsen) beim Hypothekarkreditnehmer / Bank passt meistens den Hypothekarzins auf den nächst möglichen Kündigungstermin an
  • Budgetunsicherheit

Festhypothek

  • Konstanter, unveränderlicher Zinssatz
  • Kein profitieren von fallenden Zinsen während der festen Laufzeit / Kapitalanlageobjekte: Problem der Zinskostenüberwälzung bei wesentlich höheren Zinsen der Anschluss-Hypothek
  • Budgetsicherheit

Liborhypothek

  • Zinssatz wird periodisch (alle 3 oder 6 Monate) dem Referenzzinssatz im Interbank-Geschäft, Libor (London Interbank Offered Rate) angepasst
  • Verzögerte Anpassung an die aktuellen Zinsen am Kapitalmarkt
  • Berechnungsmethode
    • Libor Basis 3 oder 6 Monate
    • +   Richtmarge der Bank (Verdienst der Bank, zB 1,25 %)
    • +   (Prämienanteil für Zinssatzabsicherung)
    • =   konkreter Zinssatz
  • Relative Budgetsicherheit
  • Ev. Zinssatzabsicherung
    • Cap (Zinsdach) + Floor (Mindestzinssatz)
    • Switch (Wechsel zu Festhypothek)

Weitere Hypothekenmodelle

  • Individuelle Charakteristika- bzw. Chancen- / Risiken-Prüfung nach Produkte-Beschrieb des Anbieters

Amortisation

Variable Hypotheken

  • je nach Bank abhängig von Kreditnehmer-Bonität und Pfandobjekt

Festhypothek

  • Keine oder nur indirekte Amortisation

Liborhypothek (verbunden mit einer Zinsabsicherung)

  • je nach Anbieter, meistens nur indirekte Amortisation

Weiterführende Informationen

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